Wozu Konservatismus und was ist Konservatismus überhaupt?
Am Freitag, den 5. Juni (Zusatztermin), um 18:30 Uhr diskutieren wir zum Thema: Wozu Konservatismus
Der Konservatismus erlebt eine politische und auch philosophische Renaissance. Zuletzt hat ihm das „Philosophie Magazin“ eine Sonderausgabe gewidmet (Nr. 36, Frühling 2026).
Peter Sloterdijk diagnostiziert hier in einem Interview, dass „die Mehrheit keine Geschichte mehr [habe], aus der sie sich verstehen könnte. … Viele Menschen werden sich nachträglich erst bewusst, dass man … zu weit gegangen sei.“
Für Konservative braucht der einzelne Mensch funktionierende Institutionen, Traditionen und Techniken, die ihm, dem fehlbaren Naturwesen, Halt geben (bspw. durch ein funktionierendes Bildungssystem). Halt, der ihm aus sich selbst heraus fehlt (Arnold Gehlen).
Der Philosophische Salon Hannover beteiligt sich am Freitag, dem 22. Mai (und 05. Juni – Zusatztermin), ab 18:30 Uhr an dieser Debatte. Hierzu laden wir wieder herzlich ein: Was ist und wozu dient der Konservatismus – in Zeiten der Künstlichen Intelligenz?
Diskutieren Sie mit uns und melden sich gerne an.
Ich halte ein kurzes Einführungsreferat.

Der „Philosophische Salon“ ist für all jene gedacht, die Vergnügen am inhaltlichen Gespräch haben und bereit sind, sich auf der Suche nach einer besseren Welt einbeziehen zu lassen. Das Niveau ist anspruchsvoll, aber nicht anstrengend – alltägliche Themen (Demokratie, Künstliche Intelligenz) und historische noch heute relevante Zusammenhänge erhalten einen philosophischen Zugang. Wir gehen der Frage nach, inwieweit uns die großen Denker von der Antike bis heute in Zeiten der Veränderung (der „Zeitenwende“) Quelle der Kraft und Orientierung sein können.
Ich übernehme die Moderation und stelle kurze Einführungstexte zur Verfügung. Gerne können Sie eigene Themen vorschlagen. Den einleitenden Text erhalten die Teilnehmer rechtzeitig vor der Veranstaltung.
Der reguläre Preis der Einzelveranstaltung beträgt 20 €. Getränke (Wasser, Säfte) sind im Preis inbegriffen. Studenten und Schüler zahlen 5 Euro.
Ort: Philosophische Praxis, Spannhagengarten 10, 30655 Hannover
Der Teilnehmerkreis ist grundsätzlich auf 8 (max. 10) Personen beschränkt. Anmeldung ist obligatorisch:
Philosophie bringt Menschen zusammen …
Weitere Termine des Philosophischen Salons:
21. August 2026 (Freitag), 18:30 Uhr: Die sokratische Methode oder: Wozu Philosophieren – Was wir mit Philosophie im Alltag erreichen wollen.
25. September (Freitag), 18:30 Uhr: Rainer Maria Rilke – Poesie als Philosophie ihrer (unserer ?) Zeit.
Ende Juni 2026 zieht die Philosophische Praxis wieder um, daher findet Ende Juni kein Salon statt. Weiter geht es im August in anderer, noch schönerer Umgebung.
Im Juni finden zwei Tagesseminare zur Sprachphilosophie von Ludwig Wittgenstein und zur Künstlichen Intelligenz statt. Siehe unter „Philosophische Veranstaltungen“. Mehr Zeit für Philosophie …

Philosophen im Gespräch
Bisherige Themen des Salons waren (Texte können teilweise unter „Philosophische Gedanken“ nachgelesen werden):
Was ist das Absurde? am 29.11.2024
Was ist Demokratie? am 24. Januar 2025
Flyer Philosophischer Salon – 2025 – Was ist Demokratie?
Gelassenheit. am 21. Februar 2025
Peter Sloterdijk „Regeln für den Menschenpark“ am 21. März 2025
Was ist dir heilig? am 25. April 2025
Ist Künstliche Intelligenz böse? am 27. Juni 2025
Was ist ein gelingendes Leben? am 29.08.2025
Ist die Aufklärung gescheitert? 300 Jahre nach Immanuel Kant. am 26. September 2025
Macht Arbeit glücklich? Und, was ist Arbeit überhaupt? am 14.10.2025: Arbeit ist nach Karl Marx (ähnlich wie vor ihm Hegel) ein expressiver Akt, in dem der Mensch seine inneren Kräfte und Eigenschaften – sein Wesen – nach außen projiziert und im (Werk-)Stoff umsetzt. Aber auch seine Eigenschaften werden durch die Arbeit erzeugt, wenn er sie lange genug ausübt. Er passt sich seiner Arbeit an, er entwickelt sich durch Arbeiten. Sie verbindet ihn in vielerlei Hinsicht mit den anderen Menschen und mit der Natur.
Seine Bedürfnisse und Fähigkeiten sind Produkte der Arbeit. Der Mensch ist, was er arbeitet. Menschen ohne Arbeit scheint oft Orientierung zu fehlen.
Ist das so?
14. Dezember 2025: Philosophisches Weihnachten
23. Januar 2026: Kann ich meine Identität frei wählen? Und – was ist eine Identität überhaupt?
27. Februar 2026: Wer die Sprache hat, der hat die Macht (?) … Und: Wie funktioniert Sprache überhaupt?
20. März 2026: Die Philosophie des Geldes.
24. April, um 18:30 Uhr: Zur Aktualität der Philosophie von Hannah Arendt.
Die in Hannover geborene jüdische Philosophin Hannah Arendt (1906 – 1976) ist auch heute immer wieder Gegenstand philosophischer und insbesondere politischer Debatten. Sie gilt als Analytikerin und Warnerin vor totalitären Veränderungen in demokratischen Gesellschaften. Hannover veranstaltet einmal jährlich die Hannah-Arendt-Tage.
In ihrem berühmtesten Werk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft aus dem Jahr 1951 zeigt sie auf, was den Nationalsozialismus (Stalinismus) möglich machte: die Verbindung einer Sache (Antisemitismus) und einer Form (Bürokratie) sowie dieManipulation einer „atomisierten Masse“ durch eine Ideologie, die darauf abzielte, Unterschiede, die Bedingungen der demokratischen Debatte, auszulöschen.
